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Wendepunkt e. V. Hordtherberge

Wendepunkt e. V. Hordtherberge

Wendepunkt e.V.: (Wieder) Leben lernen

Wenn die Psyche erkrankt, ist fachliche Hilfe gefragt. Der Wendepunkt e.V. in Velbert arbeitet nach einem ganzheitlich angelegten Therapiekonzept.
Zwei zentrale Leitsätze finden sich im Selbstverständnis des Wendepunkts: Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen Klinikaufenthalt und dem normalen Alltagsleben. Das Ziel: Nicht Verwahrung, sondern Wiedereingliederung von psychisch erkrankten Menschen in die Gesellschaft.

„Leben lernen!“, so formuliert es Verwaltungsleiter Michael Offermann. „Nach der Psychiatriereform wurde der Wendepunkt e.V. 1979 gegründet. Seitdem kann psychisch Erkrankten endlich jenseits einer schlichten Verwahrung geholfen werden.“
Gibt es eine entsprechende ärztliche Diagnose, können Erkrankte sich um eine Rehabilitation im Wendepunkt bemühen. Gemeinsam wird erörtert, ob und welche Maßnahmen infrage kommen. Die Einrichtung ist ein christliches Therapiezentrum; neben intensiver Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten stützt sich der Wendepunkt auf das Leitbild christlicher Werte.
Die Intensivtherapie beinhaltet drei wesentliche Bereiche: Rehabilitation und Seelsorge, Arbeitstherapie sowie die Zusammenarbeit mit Ärzten und fachlichen Diensten. Der Auszug eines Erfahrungsberichts verdeutlicht sehr gut das Prinzip Wiedereingliederung.
Ein Klient, der zwei Jahre im stationären Bereich des Wendepunkts war, berichtet dort: Durch die Therapiegespräche konnte meine Problematik, die mir selber nicht so bewusst war, geklärt werden. In der Adaptionsphase war es mir auch möglich, viele Praktika auf dem ersten Arbeitsmarkt durchzuführen. Auch heute werde ich noch durch das „Betreute Wohnen“ gut versorgt.
Ein Verlauf, dem man attestieren kann: Ziel erreicht. Exakt darum geht es: „Dass der Mensch wieder in die Gesellschaft integriert wird“, so Michael Offermann.
Und da manchmal nicht nur ein einzelner Mensch einer schweren Lebenssituation ausgesetzt ist, sondern immer wieder auch alleinerziehende Mütter mit ihrem Kind (oder auch mit mehreren Kindern), hat der Wendepunkt 2008 das Mutter-Kind-Haus „Wendepünktchen“ gegründet.
Allen acht Standorten in Velbert-Langenberg ist dabei gemein: Der Aufenthalt soll für die Rehabilitanden zu einem markanten „Wendepunkt“ in ihrem Leben werden.